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Abstrakt: Ein Entzug von Alkohol sollte nicht allein durchgefuehrt werden. Typische Symptome beim Alkoholentzug bzw. Vorgehen in der Klinik beim Entzug von Alkohol

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Alkohol Entgiftung und Entzugserscheinungen beim Alkoholentzug

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Frage(n):
Geschrieben von: Wendy Moelker, Psychologist in charge, tutor, Emergis center for mental health care, Goes, the Netherlands. Expertin für Alkoholentzug und Sucht
Erstfassung: 2004-03-20. Geändert: 2015-08-16.

Wie können Sie am besten mit Entzugserscheinungen bei Alkohol umgehen, wenn Sie aufhören Alkohol zu trinken? Welche Entzugserscheinungen treten bei der Entgiftung von Alkohol auf?
Warum warnen Ärzte vor einem kalten Alkoholentzug ohne ärztliche Kontrolle ?

Buchempfehlung zum Thema Alkoholentzug bei Alkoholproblem

Benötigen Sie für sich oder ihre Familie eine psychologische Beratung und Unterstützung im Umgang mit der Alkoholkrankung bzw. eine Motivation zum Entzug von Alkohol.

Antwort:

Alkoholentzug Symptome bei der Entgiftung bei Alkoholabhängigkeit

Alkoholentzug bei der Alkoholabhängigkeit

Die meisten Alkoholiker verlieren im Verlauf des regelmässigen Konsum von Alkohol jede Kontrolle über die Menge bzw. auch die Häufigkeit, in der sie Alkohol trinken. Alkoholismus verläuft dementsprechend häufig zunächst schleichend bzw. lange unerkannt, da dann nach und nach eine Toleranzentwicklung hinsichtlich des Alkoholkonsum auftritt . Ein Alkoholentzug ist vor allem dann erforderlich, wenn Entzugserscheinungen auftreten bzw. die Alkoholiker zum Vermeiden von körperlichen wie psychischen Symptome des Alkoholentzug wiederum Alkohol zu sich nehmen müssen. In Deutschland stehen verschiedene ambulante und stationäre Möglichkeiten zur Behandlung der Alkoholabhängigkeit zur Verfügung. Ein qualifizierter Entzug ist dabei die Grundlage für die Abstinenz bzw. spätere Entwöhnungsbehandlung. Häufig können trockene Alkoholiker weit besser und berührender eine Motivation zu einem Ausstieg aus der Sucht erreichen, als jeder Arzt oder Psychologe. Wie erreicht man ein Leben ohne Alkohol durch einen Alkoholentzug ?

Was sind typische Merkmale beim > Entzug von Alkohol ?

Wie kommt man in einem Alkoholentzug vom Alkohol weg ?

Wenn Sie aufhören Alkohol zu trinken, können Sie viele Entzugserscheinungen haben. Diese können leicht bis sehr stark sein.

Bei einem stationären Entzug bei der Alkoholabhängigkeit wird dazu über die Pflegekräfte bzw. den Arzt anhand einer Alkohol-Entzug-Skala nach den körperlichen und psychischen Symptomen bei einer Entgiftung gefahndet.

Onlineberatung bei Suchtproblemen und Hilfe für Angehörige von Alkoholikern

Wenn Sie eine individuelle Beratung bei Fragen zu Sucht und Alkoholentgiftung benötigen, kann das Medium Internet möglicherweise die Hemmschwelle für das Aufsuchen von Hilfe herabsetzen.

In Zusammenarbeit mit dem Beratungsportal Justanswer bietet das Web4health-Team hier eine Onlineberatung über das Internet an.

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Typische Entzugszeichen bei der Alkoholkrankheit sind etwa

  • Schwitzen
  • Unruhegefühl
  • Nervosität bzw. Anspannung
  • Angstgefühle
  • beschleunigter Puls
  • Blutdruckschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Magenschmerzen bzw. Magenkrämpfe
  • Verkennungen der Realität bis hin zu Halluzinationen (das wären dann Anzeichen eines Alkohol-Delirs)

Diagnostische Kriterien für ein Alkohol-Entzugssyndrom

1. Mindestens eins der folgenden Merkmale

  • Euphorie und Gefühl der gesteigerten Energie
  • erhöhte Vigilanz
  • Grandiosität bzw. übersteigerte Selbstüberzeugung
  • Beleidigendes Verhalten und Aggressivität
  • Streitlust / Reizbarkeit
  • Affektlabilität = starke Stimmungsschwankungen
  • stereotypes Verhalten = Wiederholen von Dingen
  • Verkennung der Realität = Illusionen in Formn von optischen, akustischen oder takilen Verkennungen
  • Halluzinationen (häufig optisch), Orientierung aber noch vorhanden
  • Verfolgungserleben = paranoides Erleben
  • Die soziale Leistungsfähgkeit ist vermindert

Daneben sind mindensts 2 der folgen Merkmale erfüllt

  • Beschleunigter Puls = Tachykardie
  • Unregelmässiger Herzschlag = Arrhythmie (häufiger auch Vorhofflimmern)
  • Bluthochdruck = Hypertonie

  • Schweissausbrüche = starkes Schwitzen
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Gewichtsverlust
  • Erweiterte Pupillen
  • Unruhe
  • Muskelschwäche bzw. Abbau der Beinmuskulatur
  • Schmerzen in der Brust
  • Krampfanfälle

    Im schlimmsten Fall können Sie anfangen zu zittern und einen epileptischen Anfall oder ein Delirium Tremens (Anfall) bekommen. Normaler Weise sind die Entzugserscheinungen nach 24 Stunden am schlimmsten, nach 3 Tagen ist der härteste Teil meist vorbei. Nach 7-10 Tagen sind die meisten Symptome verschwunden.

    Wenn Sie aufhören möchten Alkohol zu trinken, dann ist es am besten einen Arzt zu Rate zu ziehen. Er kann Ihnen fuer eine kurze Zeit (z.B. 3 Tage) Beruhigungsmittel verschreiben, so dass Sie die Entzugserscheinungen nicht oder weniger spueren. Generell ist es sowieso besser, einen Arzt aufzusuchen, da es gefährlich sein kann, wenn Sie einen Anfall erleiden. Einen Alkoholentzug ambulant selber durchzuführen, kann lebensgefährlich sein !

    Alkoholentzug : Aussderdem sollten Sie versuchen sich zu entspannen. Ueberlegen Sie sich Aktivitäten, die entspannend fuer Sie sind; gehen Sie im Wald oder im Park spazieren. Meiden Sie Menschenmengen. Gehen Sie alles ruhig an und versuchen Sie Sachen zu machen, die Sie mögen und die Sie ablenken. Trinken Sie keinen Kaffee oder Tee, weil das zu mehr Unruhe fuehrt. Trinken Sie stattdessen viel Wasser und Soft Drinks und essen Sie regelmässig. Bedenken Sie, dass Schlafstörungen ein Teil der Entzugserscheinungen sind.


    Ein umstrittenes Problem ist es, ob es besser ist, abrupt mit dem Drogenkonsum aufzuhören, oder Schritt fuer Schritt. Abhängig von der Droge und Ihrer Persönlichkeit können beide Methoden funktionieren. Im Falle von einer Diazepam(Beruhigungsmittel)-Abhängigkeit, kann ein Programm zur Verringerung des Konsums von einem Arzt erstellt werden. Mehr.

    Ob man abrupt aufhört, Drogen zu nehmen, oder stufenweise, hängt von der Droge an sich ab. Bei manchen Drogen, wie z.B. Alkohol oder Nikotin (Tabak) ist es meist am besten abrupt aufzuhören. Während es bei anderen Drogen, wie z.B. Benzodiazepinen, ist eine schrittweise Reduktion fuer manche Abhängige besser.

    Allein kann man in aller Regel also eine Entgiftung von Alkohol oder sog. harten Drogen nicht durchführen, dies sollte IMMER unter stationärer Beobachtung in einer Klinik erfolgen! Web4health ist ein Suchsystem für häufig gestellte Fragen und Antworten von Patienten an ihre Ärzte oder Psychologen. Sie können jeweils rechts oben eine Frage eingeben und erhalten in aller Regel eine Liste von möglichen Antworten, wie beispielsweise hier zum Thema Alkoholentgiftung :

    Weitere Beiträge zum Thema Alkoholentzug und Alkoholkrankheit

    Mehr zum Thema Alkoholprobleme und Alkoholentgiftung bei Web4health :

    1. Schädlicher Alkohol-Konsum
    Alkoholmissbrauch : Wann geht das gelegentliche Trinken von Alkohol in den schädlichen Konsum von Alkohol, einem Alkoholmissbrauch oder aber einer Alkoholabhängigkeit über. Warnzeichen für Alkoholprobleme
    2. Alkohol bei Bluthochdruck (Hypertonie)
    Alkohol und Bluthochdruck : Männer mit Bluthochdruck (Hypertonus) können ein oder zwei Glas Alkohol (Bier oder Wein) zu sich nehmen.
    3. Alkoholismus und Vererbung
    Sind Kinder von Alkholikern stärker suchtgefaehrdet? Ist Alkoholismus erblich?
    4. Alkohol Entgiftung und Entzugserscheinungen beim Alkoholentzug und anderen Drogen
    Eine Entgiftung von Alkohol oder Drogen ist in aller Regel nur unter ärztlicher Aufsicht möglich. Je nach Substanz dauert dieser Entzug zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen und sollte durch eine weitere Entwöhnungstherapie unterstützt werden.
    5. Buch Alkoholabhängigkeit : Ratgeber bei Alkoholismus
    Buch Alkoholkrankheit : Patientenratgeber für Alkoholiker und Angehörige von Suchtpatienten. Buch für Alkoholprobleme
    6. Abhängigkeit - Grundlagen von Toleranzentwicklung, Sucht, Kontrollverlust und Abhängigkeit
    Sucht und Abhängigkeit Beschreibung der Symptome von Alkohol Abhängigkeit und anderen Süchten: Entzugserscheinungen, Toleranz, Rueckfall
    7. Coabhängig : Mit einem Alkoholiker verheiratet
    Coabhängig : Mit einem Alkoholiker verheiratet. Hilfen für Angehörige bei Alkoholkrankheit
    8. Alkoholsucht : Abhängigkeit : Sucht-Probleme Hilfe für Alkoholiker und Angehörige
    Behandlung bei Alkoholabhängigkeit und Hilfe für Sucht-Probleme. Therapie bei Alkoholsucht / Abhängigkeit und Hilfe für Angehörige
    9. Depression und Begleiterkrankungen : Welche andere Krankheiten können mit einer Depression zusammen auftreten ?
    Begleiterkrankungen bei Depressionen : Welche andere Krankheiten können mit einer Depression zusammen auftreten ?
    10. Anorexia Nervosa und Sucht
    Ist Anorexie eine Suchtstörung?
    11. Psychologische Hilfe und Beratung bei psychologischen Problemen
    Psychologische Beratung und psychologische Hilfe für psychologische Probleme durch Arzt und Psychologen bei Krisen, Depression, Angst, Suchtproblemen,Adipositas, ADHS oder Stress-Belastungen.
    12. Schlummertrunk
    Ist ein Schlummertrunk (Alkohol) abends ein gutes Schlafmittel?

    13. Positive und Negative Effekte des Alkoholkonsums
    Alkohl kann Auswirkungen haben, die als positiv oder negativ angesehen werden.
    14. Depressionen und Alkoholmißbrauch
    Alkohol und Depressionen : Zusammenhang zwischen depressiven Symptomen und Alkoholproblemen / Alkoholabhängigkeit. Führt eine Depression zu Alkoholproblemen oder eine Alkoholahängigkeit zu Depressionen
    Alkohol Entgiftung und Entzugserscheinungen beim Alkoholentzug und anderen Drogen

    Weiter : Wie unterscheidet sich ein Alkoholentzugssyndrom von einem Alkohol-Delir ?

    Aktuelle Leitlinie Februar 2015 zur Alkoholkrankheit

    AWMF Leitlinien zur Alkoholkrankheit und Alkoholentzug

    (Fotoquelle : günther gumhold / pixelio.de)

  • Achtung: Die Informationen auf Web4Health ersetzen nicht die professionelle Diagnostik, Beratung und Therapie bei einem Arzt oder Psychologen! Sie stellen nur ein Informationsangebot dar, das wir nach hohen Qualitätskriterien und klinischer Erfahrung gestalten. Alle Informationen über diagnostische und therapeutische Methoden (inkl. Informationen über Medikamente) gelten nicht als persönliche Empfehlung oder Therapievorschlag. Für den Inhalt der verlinkten Internetseiten wird keine Haftung übernommen. Insbesondere gibt der Inhalt dieser Internetseiten nicht notwendig die Meinung von Web4Health wieder. Sollten Sie Änderungsvorschläge haben oder Fehler bemerkt haben, schreiben Sie uns .
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