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Frage(n):
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Geschrieben von: Martin Winkler
Erstfassung: 11 Mrz 2003. Geändert: 13 Jan 2009.
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Mein 3 jähriger Sohn David hat einen eingebildeten Freund, den er Bobby nennt. Er spricht und spielt mit diesem "Freund" und scheint,
in einer eingebildeten Welt zu leben. Wird er psychisch gestört oder
psychotisch werden?
Antwort:
Junge Kinder (zwei bis drei Jahre) haben häufig solche immaginären
Freunde (Personen oder Figuren, Haustiere, Kunstfiguren aus Comics oder Fernsehen) und beziehen sie in ihr Spiel und ihr Erleben mit ein. Dies Traum- oder Vorstellungwelt hilft ihnen auch, traurige Gefühle oder Alleinsein zu bewältigen oder wenn sie sich einmal "unverstanden" fühlen. Auch wenn die Kinder normalerweise wissen, dass diese Phantasien nicht wirklich sind, kann es manchmal auch für sie schwierig sein, reale Erfahrungen und Erlebnisse in ihrer Phantasie zu trennen. So erzählen die Kinder manchmal ausgeschmückte Geschichten, die ihrer Vorstellung entstammen. Das ist ein völlig normaler Entwicklungsprozess und eben auch ein positiver Ausdruck ihrer Kreativität. Sie müssen sich also keine Sorgen machen. Diese Kinder werden später nicht psychotisch oder psychisch gestört werden, vielmehr entwickeln sie sogar eine eher schützende Strategie für Belastungen.
Nur in sehr seltenen (aber natürlich sehr wichtigen) Fällen anhaltend belastender Erlebnisse (emotionale, körperliche oder sexuelle Gewalt) kann es dazu führen, dass Kinder diese Art von Schutz länger und im stärkeren Ausmass benötigen. Es ist für sie häufig die einzige Möglichkeit einen "sicheren Platz" vor realen Gefahren bzw. emotional nicht aushaltbaren Erfahrungen zu finden.
http://www.bbc.co.uk/parenting/asktheexperts/q_and_a/projectid14.shtml
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