10 Tipps im Umgang mit
Stress und Belastungen
10 Tipps im Umgang mit
Stress und Belastungen : Stressbewältigung bedeutet
Veränderung von Einstellungen und Verhalten
Fast alle Menschen verspüren den Wunsch Stress zu
reduzieren oder ihr Leben zu entschleunigen, mehr Entspannung
Lebensqualität zu erleben. Doch schon allein der Versuch der
Änderung der Lebensumstände kann schief gehen, wenn
man ständig dabei an der falschen Stelle ansetzt. Meistens
versucht man unbewusst bei anderen Menschen (oder den
"Umständen) eine Änderung zu erwarten. Dabei liegt
der Schlüssel zur Stressbewältigung in der
Vereinfachung bzw. geschickten schrittweisen Beseitigung von
Stressauslösern bei sich selbst !
Hierbei hat jeder Mensch eine ganz besondere Art und Weise, wie er oder
sie mit Belastungen und Anpassungsanforderungen umgeht. Stress bedeutet
ja auch, dass man einer neuen oder sich ständig wiederholenden
Anpassungherausforderung eher hilflos gegenübersteht. Sei es,
weil es einfach zu viele Belastungen auf einmal sind, weil man sich
Unterstützung wünscht und nicht erhält, oder
aber andere ungünstige Lebensumstände zu einer
Chronifizierung des Stress beitragen.
Wenn man unter einer ständigen Belastung steht, reagieren
viele Menschen eben auch entsprechend alarmiert bzw. verhaltens ich
anders als unter relaxten, d.h. normalen Lebensumständen.
Wenn
man nun unter Belastung zu stereotypen, d.h. schon unreflektiert
eingeschliffenen Mustern im Verhalten bzw. ständigem
Reagieren-müssen neigt, ist es Zeit für eine
Reflektion und Innehalten.
Hier sind einige erfolgsversprechende Ratschläge, um Stress zu
reduzieren
1. Vermeiden Sie Streit und Dauerdiskussionen
Eine
Hauptquelle für inneren Stress sind sinnlose Diskussionen oder
Predigten, die sie an andere Personen richten. Das Ausdiskutieren von
Dauerstreitthemen in einer Familie oder am Arbeitsplatz ist
häufig vergebene Energie und Zeit, da keine Partei "gewinnt"
und sich meist ein Aufschaukeln der inneren Unruhe und Anspannung statt
eine Lösung abzeichnet. Selbst wenn eine Partei klein begibt,
so bleibt doch ein unangenehmes Spannungsgefühl
zurück. Und selbst als Sieger wird man doch nur auf die
nächste Gegenattacke warten müssen.
Sinnvoll
ist es, eine angriffsfreie Form der Kommunikation zu erlernen und nicht
in einen ständigen Diskurs mit Rede und Gegenrede zu
verfallen. Lernen sie das Zuhören und das Zusammenfassen in
eigenen Worten, um eine sinnvolle Form des Miteinander Reden zu
erlernen.
Ein
Kommunikationstraining kann eine sehr sinnvolle Form der
Stressbewältigung sein.
2. Geben sie nicht überall ihren Senf dazu
Einige
Menschen müssen zu fast jedem Thema ihre Meinung loslassen.
Und das ungefragt oder sogar aus Prinzip immer wieder mit einer
entgegengesetzten Position oder Meinung. Einige Menschen
müssen ständig Kritik üben bzw. sehen nur
das Negative. Sie stürzen mit Kritik und Abwertung in ein
Gespräch und wundern sich, dass sie auf wenig Gehör
stossen. Der Versuch dann noch weiter Argumente zu liefern muss aber
ins Leere führen.
Warten
Sie, bis ihre Meinung und Position gefragt ist und versuchen sie eine
angriffsfreie Form der Darstellung ihrer Sichtweise zu üben.
Das gelingt besser, wenn man nicht mehr "unter Strom" ist, d.h. die
ganz akute Form der emotionalen Belastung vorbei ist.
Gerade
bei problematischen Themen ist es ein guter Tip, eine Nacht
drüber zu schlafen, bis man seine Meinung dazu
äußert.
3. Reagieren sie nicht auf einen Angriffe von Anderen
Unter
Stress und Anspannung werden wir häufig schon durch ein Wort,
ein Blick oder den Tonfall gereizt und ärgerlich und empfinden
dies als Angriff. Wenn sie sich angegriffen fühlen, vermeiden
Sie möglichst die unmittelbare Gegenreaktion und gehen sie wie
im Jodo oder anderen Kampfsportarten der direkten Konfrontation aus dem
Weg und schützen ihre Kräfte und Ressourcen
für ein konstruktives Vorgehen. Wenn andere Menschen ihnen
gegeüber aggressiv oder ärgerlich auftreten sollten
sie sich klarmachen, dass dies nicht umittelbar mit IHNEN zu tun haben
muss. Vielleicht hatte diese Person einfach einen schlechten Tag oder
neigt halt generell zu dieser eher ungünstigen Art mit eigenen
unbewältigten Problemen und Gefühlen konfrontativ
umzugehen.
Typischerweise
würde man nun auf einen solchen Angriff mit einem - allerdings
sinnlosen" Gegenangriff reagieren bzw. angepannt, innerlich unruhig und
aggressiv zu werden. Meist leider mit der Folge, dass diese negative
Energie eben in einem Gegenangriff nicht wirklich gelöst
werden kann sondern mit in eine schlaflose Nacht genommen wird.
Lassen
sie sich nicht in den Ärger oder Frust der anderen Person
(Kollege, Chef, Familienmitglied) hineinziehen. Wenn es berechtigten
Anlass zur Kritik gibt, entschuldigen sie sich höfflich.
Lassen sie sich aber in der akuten Phase des Streits nicht auf eine
Diskussion ein.
Seien
sie schlau : Sie können nur für ihre eigene
Gesundheit gewinnen, wenn sie dem Ärger und Frust aus dem Weg
gehen.
4. Erwarten Sie nicht Perfektion und 150% von sich oder ihre Umgebung
Perfektionismus ist eine der Haut-Quellen für Stress. Der
Wunsch, ein nicht erreichbares überhöhtes Ziel bzw.
einen selbstgesteckten Anspruch zu erfüllen, muss scheitern.
Sei es, dass man sich selber Ziele setzt, die nicht konkret oder nicht
erreichbar sind oder aber Dinge von anderen Menschen erwartet, die
diese nicht erfüllen wollen oder können. Mit 80
Prozent wären viele Menschen weit erfolgreicher und
glücklicher, als mit nicht erreichbaren 150 Prozent.
Meistens liegt Perfektionismus daran, dass die eigenen Ziele
völlig unklar formuliert bzw. nur ein abstraktes Endziel
formuliert wird. Wichtiger wäre es, kurzfristige Wegpunkte auf
dem Weg zum Ziel sich vor Augen führen (visualisieren) zu
können und sich daran zu orientieren, wo man zwischenzeitlich
auf dem Weg zum Ziel ist.
5. Sie müssen es nicht ALLEN recht-machen wollen
Sie
sind anders als die Anderen. Und das ist auch gut so, dass es andere
Ansichten, Persönlichkeiten und Meinungen gibt. Das bedeutet
auch, dass Sie nicht den Beifall und die Anerkennung von allen anderen
Menschen erwarten oder suchen sollten. Dies ist ebenso wie
Perfektionismus ein unerreichbares und damit frustrierendes Ziel und
damit nur Zeitverschwendung und eine weitere häufige Quelle
von Stress.
Statt es anderen Menschen recht machen zu müssen, sollten sie
einmal auf ihre eigene Lebensqualität achten und Achtsamkeit
als Mittel der Stressreduktion praktizieren. Bleiben sie im Hier und
Jetzt und suchen sie Aktivitäten, die für sie positiv
und wertvoll sind. Machen sie es sich recht.
Damit bekommen sie schon ein paar Kilo Stressbelastung von ihren
Schultern bzw. müssen sich nicht noch (nicht ausgesprochene)
Erwartungen und Belastungen anderer Menschen aufhalsen
6. Gestalten und leben sie ihr eigenes Leben
Natürlich können sie nicht jeden Menschen
mögen, den sie treffen. Somit werden auch nict alle anderen
Personen sie sofort ins Herz schliessen. Das ist völlig o.K.
und sagt überhaupt nichts darüber aus, ob sie nun
eine wertvolle Person sind. Besonders im engeren Familienkreis oder bei
Freunden erwarten nun viele Menschen, dass ihnen
uneingeschränkte Sympathie und Liebe zufliessen
müsste. Andere Auffassungen oder Gefühle werden als
persönliche Kritik an der eigenen Person aufgefasst. Was
meistens nicht richtig ist. Es ist ein häufiges
Phänomen in Familien, dass nicht alle erwachsenen Kinder die
gleiche Wertschätzung erhalten. Das kann verletzend und
ungerecht sein. Aber sie sollten dies nicht zu persönlich
nehmen und statt dessen auf andere Beziehungen und Netzwerke in ihrem
Leben setzen. Sich allein von einer Person oder der eigenen Familie
abhängig zu machen ist für das
Selbstwertgefühl selten gut. Suchen und pflegen sie aktiv den
Kontakt zu anderen Menschen in einem Verein, einem Chor oder einer
anderen Musikgruppe, einer Kirchengemeinde oder einer anderen Gruppe
von Menschen mit ähnlichen Interessen.
7. Grübeln Sie nicht über Fehler und
Versäumnisse der Vergangenheit
Schuldgefühle oder ständiges Grübeln
über die Vergangenheit ist eine weitere beliebte Quelle
für seelischen Stress und kann letztlich nur dazu
führen, dass sie sich noch depressiver und hoffnungsloser
fühlen werden. Fehler und Versäumnisse in der
Vergangenheit werden sich nicht mehr beseitigen lassen, sie
können die Zeit nicht zurückdrehen. Umso wichtiger
ist es, die Energie in die Zukunft zu legen und sich nicht in immer
wieder gleich ablaufende Schleifen der Gedanken, Gefühle und
Verhalten verleiten zu lassen. Es kann schon ein grosser Schritt sein,
automatisch ablaufende negative Gedanken und Verhaltensmuster zu
erkennen und sich dann innerlich STOPP zu sagen. Leben Sie in der
Gegenwart und machen sie das Beste aus dem heutigen Tag, dem Moment .
Schliessen Sie mit der Vergangenheit ab bzw. legen sie alte Probleme
zunächst zur Seite, um sie später Schritt
für Schritt abarbeiten zu können.
Aus Fehlern kann man nur lernen und es als Herausforderung sehen,
über positive Aktivitäten sich in eine bessere
Stimmung bzw. Handlungsfähigkeit zu bringen.
8. Sehen sie die Zukunft
als positive Herausforderung
Menschen
unter chronischem Stress, mit Depressionen oder Angsterkrankungen sehen
die Zukunft mit schwarzen Augen bzw. nur unter dem Blickwinkel
möglicher Gefahren und Scheiterns, weil ihr Gehirn im
Alarmmodus ist. Eine konstruktive positive Sichtweise bei Stress und
Belastungen zu entwickeln ist eine ziemliche Herausforderung. Das
Unterbewusstsein benötigt aber positive bzw. konstruktive
Beschreibungen und Sichtweisen, um sich aus dem ständigen
Leerlauf nach einer scheinbaren Lösung zu befreien.
Hier
gilt es einen bewussten Blickwinkel auf die positiven Dinge und Erfolge
zu lenken und damit entgegengesetzt zum negativen Gefühl aktiv
zu werden. Sei es, dass sie ein Tagebuch mit positiven Erlebnissen und
Aktivitäten führen oder aber sich bewusst
konstruktive Dinge und Aktiviäten in einem Wochenplan als
"Verpflichtung" vornehmen.
9. Handeln
SIE JETZT !
Viele Menschen sind solange auf der Suche nach dem ersten Schritt zur
Lösung ihrer Probleme, dass sie ständig und immer
wieder neue Anläufe machen sich weiter zu informieren. Sie
sind quasi in einer Dauersuche nach der richtigen Therapie, dem
richtigen Therapeuten oder der Idealösung, die alle ihre
Probleme erklären und verändern soll. Wichtig ist,
dass sie heute und JETZT beginnen, sich aktiv gegen den Stress und
Belastungen zu entscheiden und über eigene
Aktivitäten sich aus dem Teufelskreis von Stress, Angst und
Depression befreien. Statt passiv auf eine Änderung und
Lösung zu warten, sollten sie selber AKTIV werden.
10. Nehmen Sie wirksame Hilfe zur
Veränderung an !
Autogenes Training bei Stress und Anspannung
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Entspannungsmethode bei StressAutogenes
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