Sehr geehrte Damen und Herren,
ich suche Hilfe um zu helfen.
Es geht um meine Mama.
Meine mama leidet unter Schlaflossigkeit,Lustlosigkeit und SELBSTMORDGEDANKEN.Sie ist mitte 40 und hat viel negatives erlebt.
Sie erzählte mir unter alkoholisierten Zustand, dass sie beim Arzt war (worauf ich trängte), wegen den Tabletten für ihre SCHILDDRÜSSENERKRANKUNG.Sie erzählte ihn ausserdem ihr Wohlbefinden.
Der Arzt daraufhin empfehlte ihr eine stationäre Behandlung wegen Depressionenen, weil er der Meinung ist das sie die Tabletten für einen Suizitversuch missbrauchen würde.Doch sie bat ihn dies nicht zu tun, weil sie zur Zeit in einer Leihfirma arbeitet und diese sie kündigen würde.Dadurch das sie Schulden hat,währe das ihr Untergang, meint sie.Sie arbeitet mindestens 6 tage die Woche um über die Runden zu kommen.
Meine Fragen sind: Was kann ich tun?
Gibt sinnvolle Alternativen zur stationären
Behandlung und welche sind das?
Und kann es vieleicht nur an der Schilddrüsse liegen?
Vielen Dank für Ihr Bemühen
Hallo !
Zunächst die gute Seite : Ihre Mutter hat sich ja immerhin dem Arzt anvertraut und das zeigt auch, dass sie bereit ist Hilfe zu holen.
Zwar kann eine Schilddrüsenerkrankung (speziell eine Unterfunktion der Schilddrüse) auch zu depressiven Symptomen beitragen. Ich denke aber nicht, dass dies die Erklärung der Problematik sein wird. Dies hat der Arzt ja wohl auch so gesehen. Sinnvoll wären jetzt mehrere kurzfristige Termine bei dem Arzt.
Speziell die Kombination von Alkohol und seelischen Problemen ist ja schon schwierig genug. Hinzu kommen die berufliche Anspannungssituation bzw. Existenzangst.
Hier wäre es hilfreich, wenn sich ihre Mutter möglichst weiteren Helfern anvertrauen könnte. Dies könnte eine Beratungsstelle der Diakonie / Caritas sein, wo auch die wirtschaftliche Situation mal von aussen mit angesehen werden könnte. Oder auch mal die Telefonseelsorge. Leute, die zuhören können und wollen. Vermutlich wird eine psychotherapeutische Behandlung derzeit kaum in Frage kommen. Einmal, weil ihre Mutter das wohl nicht will. Dann werden aber auch Psychologen meist lange Wartezeiten haben.
Hier könnte eine psychiatrische Institutsambulanz (an den zuständigen psychiatrischen Fachkliniken) möglicherweise eine weitere Hilfe darstellen. Neben einer vollstationären Behandlung bieten die meisten Kliniken auch eine Tagesklinik an. Hier verbringen die Patienten "nur" den Tag, sind am Abend und am Wochenende wieder zu Haus.
Zugegeben, dies würde aber nicht die Situation in der Leiharbeit entschärfen.
SIE selber sollten sich auch vor Ort Unterstützung suchen. Entweder beim Hausarzt, bei einer Beratungsstelle oder auch der sog. sozial-psychiatrischen Dienst (am Gesundheitsamt). Hier sitzen u.a. auch Psychiater, die notfalls ihre Mutter auch zu Haus aufsuchen würden.
Bei Zweifel oder Unsicherheit würde ich aber auch den hausärztlichen Notdienst oder die Polizei alarmieren. Besser einmal zu viel Alarm geschlagen und sich Sorgen gemacht als zu lange zu warten.